Angelmöglichkeiten
Wenngleich Island lange Jahre für seine gute (und teure) Lachsfischerei bekannt war, so soll es hier um die Meeresfischerei gehen.
Die Isländer leben nämlich sehr gut von den Schätzen des sie umgebenen Meeres und als Angeltourist kann man natürlich vom ungeheuren Fischreichtum profitieren.
Obwohl Island natürlich "rundherum" ausgezeichnete Angelgebiete bietet, haben sich die Pioniere unter den Angelreisreanbietern ein besonderes und örtlich eng begrenztes Gebiet ausgesucht, die Westfjorde.
Diese sind auf der Karte das stark strukturierte Gebiet im Nordwesten des Landes.
Im Zentrum befindet sich der Eisfjord, der wiederum zahlreiche kleine und größere Arme hat. Auch die umliegende Küste ist von zahlreichen Fjorden unterbrochen.
Im Gegensatz zu Norwegen fallen die bis zu 1000m hohen Berge allerdings nicht unter Wasser weiter ab sondern bilden relativ flache "Badewannen" mit um die 100m Maximaltiefe in der Mitte.
Auch ist der Sandboden der Fjorde glatt und weitestgehend ohne Hindernisse ! Das macht sich sehr positiv in der Köderkiste bemerkbar! Verluste durch Hänger sind sehr selten.
Dazu kommt, dass die Fische nicht die größten Tiefen sondern eher die Kanten der Plateaus bevölkern und man die meisten Bisse so um die 30 bis 60m erhält.
Die Angelcamps , bestehd aus sehr komfortablen Ferienhäusern, befinden sich in den Fjorden und bieten vor der Tür meist ein geschützes Angeln, falls das Wetter mal schlecht ist.
Bei guten Bedingungen sollte man unbedingt versuchen , soweit wie möglich aus dem Fjord hinaus zu kommen und die Strömungskanten zu finden, die man leicht anhand der Seekarte erahnen oder sogar am linienförmigen Treibgut auf dem Wasser sehen kann.
An solchen Tagen kann man Sternstunden erleben. Die Boote gehören zum Besten, was man als Angeltourist geboten bekommt. Man hat auch als Binnenländer ein sicheres Gefühl. Mit den starken Dieseln ist man schnell unterwegs und rauhwasserfest sind sie auch, falls das Wetter mal umschlägt. Zur Sicherheit trägt auch die Ausrüstung mit GPS Kartenplotter,Funkgerät, Rettungsinsel, Transponder und Echolot bei. Man wird auch ständig von der Küstenwache überwacht (per Radar). Somit kann kein Boot verloren gehen. Versteckte Felsen gibt es nicht, allerdings einige flächige Untiefen im Fjordinneren.
Die Entfernungen sind beachtlich, was man in der äußerst klaren Luft aber meist unterschätzt.
Die Größe der an Bord befindlichen Fischkisten wirkt auf den ersten Blick furchteinflößend. Und doch, man kriegt sie an guten Tagen voll! Vergessen darf man nicht, vor der Abreise Eis zu fassen Die Fische sind mit sauberem Kehlschnitt zu töten und in Eiswasser zu lagern.
Die Hauptfischart ist zweifellos der Dorsch, der in Stückgewichten bis zu 30kg vorkommt. Halbwüchsige (bis 5 kg !) sind in dichten Schwärmen vorhanden, metrige Drosche jederzeit "drin". Je weiter draussen man fischt, umso wahrscheinlicher wird ein guter Fang betreffs der Größe. Im Fjordinneren sind die halbwüchisgen Exemplare klar dominierend.
Daneben werden immer wieder gute bis sehr gute Heilbutt gefangen, was durchaus auch ein Grund für eine Islandreise sein kann.
Köhler und Schellfisch in mittleren Größen bevölkern die Hänge und auf Naturköder kann man je nach Saison sehr viele Steinbeisser, auch den seltenen gefleckten , fangen.
In den Hafenbecken, besonders wenn regelmäßig Fisch angelandet wird, liegt alles voller Klieschen, die für eine schnelle Mahlzeit immer in Betracht kommen.
Weiter draußen gibt es auch richtig große Platte.
