Sprache/Language

English Store Deutscher Shop

Sie sind hier:  Islandinfos  »  Köderwahl

Köderwahl

Das größte Problem beim Angeln in Island ist, sich die kleineren Dorsche vom Hals zu halten, damit man mal einen größeren fängt.
Obwohl man sicherlich mit Pilkern sehr viele Fische fangen kann, ist dieser Köder sicher nicht die allererste Wahl, weil er viel zu klein ist. Und große -und damit schwere - Pilker wären für die geringen Tiefen viel zu schwer.
Einige wenige leichtere Pilker zum Köderfischfang sollten aber trotzdem an Bord sein.
So richtig interessant wird es, wenn man Gummifische benutzt. Diese bieten an entsprechenden Montagen die Möglichkeit des selektiven Fischens.
Diese Erkenntnis war einer der Hauptgründe für mich, den RoyberJig zu entwickeln, der gerade in Island unschlagbar ist.
Leider hatten wir nur mickrige 20cm Shads mit. Damit ließen sich die Möglichkeiten nur erahnen.
Das Motto ist: Je größer, desto besser ! 30cm ist das Optimum, größer geht auch. Dann wird man es mit den 40pfündern zu tun bekommen, die auf Pilker nur ein Zufallsfang bleiben werden, weil die kleineren Fische viel agiler sind und schneller zuschnappen.
Sehr viele dieser großen Köder braucht man nicht mitzunehmen, denn man verliert- wie schon gesagt - kaum Köder durch Hänger.
Sieht man sich die "Island-Spezial"-Ausrüstung mancher Anbieter an, kann man nur lachen. Vergleichsweise winzige Köderchen werden da feilgeboten. Wer 60er Dorsche fangen will, braucht doch nur bis zur Fehmarnsundbrücke zu fahren und nicht nach Island!
Auffallend war, dass gerade die großen Fische auf relativ passiv geführte Köder gingen, sie sind halt faul, die "Big Boys" (and -Girls).

Neben Kunstködern bietet sich bei Vorhandensein von Köhlern auch die Überbessermethode an, wofür dann doch einige 300g Pilker gebraucht werden.
Und interessant ist auch, dass der lebende Köderfisch erlaubt ist, wenn man ihn selber gefangen hat.
Bei meinem Aufenthalt dort war allerdings Gummi auf Dorsche die mit Abstand beste Methode.

Gemütlich auf der Motorraumabdeckung sitzend und einen Jig 5m über Grund ein wenig bewegen. Die teils enorme Drift machte den Rest.
Das war schon sehr entspannt, was sich schnell änderte, wenn einer einstieg.